08 | 11 | 2009 >>
Texingtal war punktebeste Kapelle

Von den 39 Blasmusikkapellen des Bezirkes traten 28 in Mank zur Konzertmusikbewertung an. Um die vielen Musikvereine im Programm unterzubringen, wurde der Bewerb heuer erstmals auf zwei Tage aufgeteilt, auf Samstag und Sonntag. Und schon am Samstag zeigte sich, was ab heuer offensichtlich Linie im niederösterreichischen Blasmusikverband ist: Die Wertungskriterien wurden extrem verschärft.
Angetreten wird in den Wertungsstufen A (niedrigste Stufe) bis E (höchste Stufe). Der Stufe entsprechend schwer sind die Stücke, die zur Auswahl stehen.
Die Einteilung in die jeweilige Stufe nimmt jeder Musikverein selbst vor, in
jeder dieser Stufen sind 100 Punkte zu erreichen. Am Samstag überschritt keine einzige der angetretenen Kapellen die 90-Punkte-Grenze. Am Sonntag waren
es vier Musikvereine, die den "magischen 9er" vor ihrem Gesamtergebnis
stehen hatten. Also viermal 90 Punkte oder darüber von 28 Musikkapellen.
Zum Vergleich: Im Vorjahr waren 30 Kapellen angetreten, 25 von ihnen
erreichten 90 oder mehr Punkte.
Und Texingtal unter Dirigent Christian Dollfuß hat beeindruckt: Die einzige Kapelle, bei der alle drei Wertungsrichter die Höchstnote 10 zogen, und das sogar viermal. Endergebnis: 93,66 Punkte in der zweithöchsten Stufe D für den Strauß-Walzer
"Wo die Zitronen blüh'n" und Edward Elgars "Pomp and Circumstance Nr. 1". Das war die höchste Punktewertung von allen angetretenen Musikvereinen. Eine schöne Belohnung für viel Probenarbeit der Musikerinnen und Musiker. Alle vier Bewerter gratulierten persönlich zu dieser Leistung. Kapellmeister Christian Dollfuß ist sehr stolz auf seine Musikerinnen und Musiker, denn ohne sie wären die musikalischen Höchstleistungen nicht zu schaffen.
Einzig der Nachbarkapelle aus Kirnberg mit Kapellmeister Franz Hörhan gelang es ebenfalls, die 91-Punkte-Grenze zu überschreiten, die früher eine "Auszeichnung" bedeuteten, 92 Punkte in der Stufe C mit "Die Geschichte vom Einhorn"
und "Enjoy the music".
Die Kriterien dürften nicht nur im Bezirk Melk und von diesen Bewertern so strikt angewendet worden sein, auch in anderen Bezirken und sogar in anderen Bundesländern ergibt sich dasselbe Bild. Der Verband hat die Qualitätskriterien ungewöhnlich weit angehoben.
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